Mittwoch, 8. Februar 2017

Wenn ihr wissen wollt, wie sich meine Essstörung anfühlt...

...dann schaut euch dieses Video an. (Nur ohne das Erbrechen)


Sonntag, 15. Januar 2017

Da sind die ersten zwei Wochen dieses Jahr schon rum...

...und ich war doch ernsthaft diese Woche im Fitnessstudio, ich bin sehr zufrieden mit mir. Mein Kopf sagt mir gerade meinen tollen "Aber-Satz". Um genau zu sein, er sagt mir "Aber du warst nur einmal dort, obwohl zu zweimal gehen wolltest.". Ich bin momentan meinen kritischen Sätzen im Kopf auf der Spur, um diese zu bekämpfen. Mit altnerativen Gedanken, mit Stopp-Gedanken und mit allem, was es sonst noch gibt und ich eigentlich nahezu täglich meinen Patienten vorbete und es mir doch schwer fällt mich selber dran zu halten.
Und weil ich gerne psychisch wieder besser ins Gleichgewicht kommen möchte, übe ich das wieder :)
Also nochmal zur Wiederholung: ich bin zufrieden mit mir, weil ich diese Woche beim Sport war. PUNKT. ! :)

Ich stelle für mich immer mehr fest, dass das Problem nun wirklich nicht das Essen an sich bei mir ist, sondern wie es mir geht und meine Art damit umzugehen. Mich nervt die Erkenntnis, weil das Essverhalten einfach nur umstellen für mich deutlich leichter wäre :D

Die Woche lief insgesamt ganz gut - ich habe zwar nichts abgenommen, aber auch nichts zugenommen und das reicht mir vorerst auch. Ansonsten hatte ich sogar die ersten beiden Tagen der Woche ziemlich gute Laune, obwohl Manu nicht da ist und draußen tonnenweise Schnee liegt (den ich mag, solange ich nicht Auto fahren muss).
Die restliche Woche war durchaus eher durchmischt, aber für den Stressfaktor, den ich durch die Supervision hatte, war ich dann doch sehr zufrieden, dass alles recht gut lief.

Ansonsten war heute ein sehr schöner Tag, den ich einfach nur auf der Couch mit meinem Herz verbracht habe :)

Mal sehen, was die neue Woche so bringt! 

Dienstag, 3. Januar 2017

Hallo 2017.

...und schon wieder ist ein Jahr Vergangenheit.

Es war ein langes Jahr, ein spanndes Jahr, manchmal schwierig, manchmal leicht. Es war eigentlich von allem etwas dabei.
Es gab berufliche Veränderungen. Ich war das erste Mal beim Wacken. Ich habe das letzte Mal mit ihr geschrieben. Wir habe Entscheidungen getroffen. Ich habe wie immer gelacht und geweint. Dieses Mal wohl mehr geweint als gelacht. Aber auch das gehört dazu.

Habe ich Vorsätze für das neue Jahr? Jain. Keine "Vorsätze", die sich direkt auf das neue Jahr beziehen. Aber ich habe Ziele. Ziele mit ganz verschiedenen Dingen, die ich erreichen möchte. Das sind eigentlich keine neue Ziele, aber Aufgaben, an denen ich vermehrt gescheitert bin und sie erneut versuchen möchte. So wie ich das mache, aufstehen und es wieder versuchen. Irgendwann schaffe ich es. Da bin ich mir sicher.
Allein dass ich diese Worte schreiben konnte, zeigt mir, dass ich weiter bin als letzte Jahr. Ich erinnere mich, dass die ersten Monate im letzten Jahr sehr schwierig für mich waren. Eigentlich habe ich nur mit zwei Leuten darüber gesprochen und das erst Monate später. Aber ich hatte Suizidgedanken, immer und immer wieder. Weil ich mich selbst nicht mehr ausgehalten habe. Ich konnte mich nicht sehen, wollte mich nicht mehr sehen. Erstaunlicherweise habe ich mir nicht einmal weh getan. Vielleicht hat es das auch so schwierig gemacht, weil ich diese ganzen Gefühle durchlebt habe. Und auch wenn das vielleicht komisch klingt - ja, das war schwer, aber es war auch gut. Das ist etwas, dass ich zuvor noch nie geschafft habe. Ich bin gut im Gefühle betäuben. Aber seit Anfang des letztes Jahres bis heute durchlebe ich meine Gefühle. Das macht mich noch emotionaler als sonst, aber das ist okay :)
Ich bin abgeschweift...
... Also ja, ich habe mir Ziele gesetzt. Ich möchte erneut versuchen mit dem Essen anders umzugehen und für mich einen Weg zu finden, wie ich gesunde Ernährung und Genuss unter einen Hut bekomme. Ich möchte im Verlauf gerne wieder mit den Les Mills Kursen anfangen, jedoch erst wenn ich etwas leichter bin - momentan würde ich meinem Körper keinen Gefallen tun. Ich möchte spontaner werden und dadurch besser auf meine Bedürfnisse hören können. Ich möchte mir mehr "Ich-Zeit" nehmen und genau in dieser Zeit herausfinden, was mir gut tut. Und ich möchte wieder mehr schreiben, weil mir schreiben einfach gut tut. Ich kann dadurch meinen Kopf frei kriegen und mich besser ordnen.

Und ansonsten? Was ist geplant für 2017?
Sehr sehr viel!
Die große wichtige Sache ist vermutlich meine Hochzeit im August! :)
Aber es gibt auch einige kleine Sachen - wir werden ein paar Tage nach Hamburg fahren und wenn alles gut geht auch nach Wien. Unsere kurze Hochzeitsreise ist für den Wörthersee geplant, was für mich ganz viel Kindheitserinnerung bedeutet und mich riesig drauf freue <3 p="">Meine beste Freundin wird 30 und ich hab jetzt schon ihr Geburtstagsgeschenk :D
Ich möchte meine ersten ambulanten Fälle beenden und somit meinem Abschluss wieder ein Stück näher kommen.
Ich fahre wieder zum Wacken!
Kleine Sachen, die mir aber am Leben liegen: Hausarzt- und Gyn Wechsel; folgende Sachen für meine Gesundheit: Zahnreinigung, BU-Versicherung endlich abschließen, Blutdruck senken

Klingt doch nach einem spannenden Jahr :)

Und ich denke ihr hört jetzt wieder öfter von mir!

Sonntag, 27. Dezember 2015

Die Kleinigkeiten, die so viel bewirken.

Es gibt manchmal Kleinigkeiten im Leben, die einen einfach nur glücklich machen. Ich habe heut ein kleines Nachweihnachtsevent gehabt, dass mich ehrlich gesagt nur zum Strahlen gebracht hat.

Eine Twitterin, der ich schon eine ganze Zeit folge, hat ein echt hartes Jahr hinter sich gebracht und dabei auch ihren Hund verloren. Weil die Schutzgebühren teilweise so hoch sind, kann sie sich keinen neuen Hund anschaffen. Nach der Aufforderung einer anderen Twitterin hat sie um Hilfe gebeten. Innerhalb von 2 Stunden hatte sie das Geld zusammen. Durch Menschen, die sie größtenteils nur durch das Internet kennt.

Warum ich Geld einem wildfremden Menschen gebe? Weil ich selten jemanden erlebt habe, der sich so sehr gefreut und so herzlich bedankt hat. Das reicht nicht als Grund? Wieso soll ich mit einem kleinen Betrag nicht jemanden anderem helfen? Ich reiße mir kein Bein aus und finde wir haben viel zu wenig Menschlichkeit auf der Welt.

Erst dieses Jahr habe ich wieder gelernt, wie unglaublich unwichtig materielle Dinge sind. Versteht mich nicht falsch - natürlich freue ich mich über Bücher, Spiele, Kleidung etc., die ich mir leisten kann. Aber das wäre alles absolut gar nichts wert, wenn ich keine Freunde oder Familie hätte, mit denen ich darüber sprechen könnte. Wert hat nichts mit Geld zu tun, Wert hat etwas mit geschätzt werden zu tun. Mit Menschen, auf die man sich verlassen kann.

Sonntag, 13. September 2015

Wenn ein Moment das ganze Leben auf Dauer auf den Kopf stellt.

Am letzten Dienstag erwartete mich abends eine Nachricht mit der ich nicht im Traum gerechnet hätte. Ich glaube ich werde mein ganzes Leben die Worte meiner Oma nicht mehr vergessen, wie sie zur mir sagte "Opa hatte heute morgen einen Schlaganfall". Ihr Zittern in der Stimme, die Verzweiflung, die man ihr deutlich anmerkte und das leise kurzes Schluchzen. Sie fing sich schnell wieder, so wie ich sie kenne. Nie lange emotional, immer die Fassade wahren. So bin ich groß geworden, ich kenne diese Verhaltensweise selbst von mir zu gut.

Bis ich realisiert hatte, was sie mir da eigentlich gesagt hat, was es für Auswirkungen auf unser zukünftiges Leben hat ( haben könnte), vergingen einige Stunden. Und es sollten kräftezehrende Tage folgen. Der erste Anblick, wenn ein Mensch, den man sein ganzes Leben kennt, der einem so viel bedeutet, auf einmal nicht mehr der Alte ist. Wenn einem bewusst wird, dass alles anders sein wird. Das sich wirklich alles verändern wird.

Er wird nie wieder mein Opa sein...
...der auch im Rentenalter unbedingt jahrelang weiter arbeiten wollte
...der sich beim Autofahren die ganze Zeit über andere Leute aufregt
...der Weihnachten stundenlang in der Küche verbringt, um das Essen jedes Jahr ein bisschen perfekter zu machen (und jeder zufrieden ist, nur er nicht).

... und so viele andere Dinge.

Und ich frage mich, wieso uns immer erst etwas so schreckliches passieren muss, bis wir die Menschen mit ihren doch häufig sehr eigenartigen Verhaltensweisen richig schätzen lernen. Uns über jeden Tag unseres Lebens freuen, egal wie er doch verläuft. Mehr auf uns selbst achten, auf unsere Ernährung, aus einen Ausgleich für uns selbst.

Ich möchte diesen Blick auf die Welt nicht immer wieder verlieren. Ich möchte mich viel öfter darüber freuen, dass ich tolle Freunde habe, auch wenn es mal Streit und Probleme gibt. Ich möchte viel öfter mit meiner Familie sprechen, sie öfter sehen, egal wie sehr ich mich über manche Verhaltensweisen ärger. Ich möchte mehr Zeit mit lachen verbringen anstatt mit weinen. Ich möchte auf mich selber besser acht geben, da ich eine lange Zeit gesund sein möchte und mein Leben leben will. Und ich möchte noch so viel mehr.

Egal, wie schrecklich dieses Ereignis ist. Ich möchte auch hier die positiven Seiten, die ich daraus ziehe betrachten. Und ich weiß, egal wie, wir kriegen das wieder hin. Es schweißt uns als Familie jeden Tag ein Stück mehr zusammen und auch wenn es mit Anstrengung verbunden ist -  jede einzelne Träne, jeder leere Kräfteakku ist er mir wert. 

Wir werden uns neue Erinnerungen schaffen, mit dem neuen Opa. Und zwar jede Menge.

Sonntag, 12. Juli 2015

Was dahinter steht.

Ich habe bei der Musik immer gedacht, dass es mir wichtig sei, dass ich Menschen in meinem Leben habe, die die gleiche Musik hören. Dass sie verstehen wieso mich genau diese Musik so bewegt. Aber eigentlich geht es um was anderes. Es geht darum, dass andere Menschen die Musik so hören wie ich. Dass sie verstehen, was es heißt ein Lied zu leben und nicht nur zu hören. Die Bedeutung dahinter zu erkennen, sich darin wieder zu finden, eine Gänsehaut am gesamten Körper zu bekommen, stundenlang über ein Lied nachdenken zu können.

Es ist vollkommen egal, in welcher Musikrichtung man das findet. Es gibt so viele Menschen, die hören ein Lied und sagen "Ja, find ich gut, hör mal die Melodie" - aber es geht doch um so viel mehr. So viele Menschen haben so viel zu sagen. Es wird in der Musik ausgedrückt. Es rüht einen zu Tränen, wenn man sich darauf einlassen kann. Die Diskussionen, die dabei enstehen, das Gefühl, wenn man ein Lied zum ersten Mal hört.

Unbeschreiblich.

Danke Rockharz.

Montag, 29. Juni 2015

Wo ist oben und wo ist unten?

Es gibt Momente im Leben, da weiß man nicht mehr wo oben und unten ist. Wann ein Tag anfängt und wann er aufhört. Man läuft nur noch in einem Hamsterrad und hat keine Ahnung, ob man jemals irgendwo ankommt.

Innerlich beschäftigen einen so viele Dinge, man hat Angst vor seinen eigenen Gedanken und es gibt niemanden, der einen da rausholen kann. Die Menschen, die es konnten, sind nicht mehr. Man fragt sich selbst, wie es weitergehen soll und eifert jedem Moment nach, in dem man mal alleine sein kann. Alleine um sich runterzuholen, um seine Gedanken zu ordnen.

Und nach außen sitzt die Fassade perfekt, keiner bemerkt es mit dem allseits schönen Lächeln. Dem jederzeit für alle da sein. Es hat schon immer gut geklappt.

Und so haben wir alle unsere Methoden mit unserem Leben klarzukommen.

Das Einzige was ich momentan weiß - ich brauch dringend Urlaub, ich muss hier dringend raus, ich muss dringend vor meinem momenten Leben flüchten. Ich brauch was anderes. Ein paar Tage nicht ich selbst sein müssen - oder vielleicht genau das Gegenteil? Endlich mal wieder selbst sein müssen.